Die Sebadenitis ist eine seltene Hauterkrankung des Hundes. Sie wird überwiegend bei bestimmten
Rassen wie den Akitas, Pudels, Hovawarts , Vizlas und Deutschen Schäferhunden beobachtet, sie
kann aber bei jeder Rasse und auch bei Mischlingen auftreten.
Meist sind Hunde mittleren Alters
und beiden Geschlechts betroffen, in seltenen Fällen treten Symptome auch erst im fortgeschrittenen
Alter auf.

Die ersten Anzeichen sind meist silbrige Schuppen, die an den Haaren wie Manschetten festhaften.

                   

Häufig entwickelt sich dann mehr oder weniger ausgeprägter Haarbruch und Haarlosigkeit.
Später kann durch Bakterien oder Hefepilze auch Juckreiz entstehen sowie ein unangenehmer
Geruch.
Die Sebadenitis beginnt oft an Kopf, Ohren und Schwanz, erstreckt sich dann aber über
den gesamten Rücken und bezieht in vielen Fällen  auch die Gliedmaßen sowie die Ohrkanäle
mit ein.

                  

 

Auffällig ist, dass die Besitzer häufig über einen in den ersten Jahren schwankenden Verlauf
berichten mit besseren und schlechteren Phasen.

Die Ursache der Sebadenitis ist noch nicht völlig geklärt. Es kommt zu einer Entzündung der
Talgdrüsen in der Haut. Durch die Entzündung fehlt der Haut das „Gleitmittel“, so dass sich
Schuppen bilden und die Haare abbrechen.


 

 

 

 

 

 

 

 Beim Pudel wurde die Vererbbarkeit bereits nachgewiesen , bei anderen Rassen, in denen die
Sebadenitis gehäuft auftritt, wird dies vermutet. 
Wie wird Sebadenitis diagnostiziert? Die Diagnose
muss durch den Tierarzt gestellt werden. Dieser entnimmt hierzu eine oder mehrere kleine Gewebeproben,
die histopathologisch in einem Labor utersucht werden.
Wie wird Sebadenitis therapiert?
Die Therapiemöglichkeiten der Sebadenitis sind bisher begrenzt.
Die äußerliche Therapie mit Ölen,
feuchtigkeitsspendenden Lösungen und Shampoos führt zu oft guten Erfolgen, ist allerdings sehr
zeitaufwändig.
In einer 2005 veröffentlichten Studie konnten wir zeigen, dass Cyclosporin,

ein für den Hund zugelassenes und insbesondere bei allergischen Erkrankungen eingesetztes Medikament, 
sehr gute Wirksamkeit zeigt. Dabei kam es bei 66 % der Patienten zu einer völligen Normalisierung
der Haut , die Haare wuchsen gut nach und in Gewebeproben konnten
erneut Talgdrüsen nachgewiesen werden.

 

Im Gegensatz zum Menschen sind die Nebenwirkungen von Cyclosporin beim Hund sehr gering.1
Was wird in der neuen Therapiestudie untersucht?
 

Quelle:
Dr. Monika Linek, Tierärztin, spezialisiert auf Hauterkrankungen:
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Jutta Lortz, Tierarztin, Doktorandin:
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Weitere Seiten zum Thema:

www.hauttierarzt.de
www.sebadenitis.de
www.kleintiermedizin.ch
www.vetderm.ch
Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob Cyclosporin einer lokalen Therapie überlegen ist, 
oder ob eine Kombination der beiden Therapieansätze das beste Ergebnis liefert.
Die Studie wird an mehreren tierärztlichen Praxen und Kliniken in Deutschland und der
Schweiz  durchgeführt und dauert für jeden Patienten 6 Monate.
Wie kann mein Hund an der Therapiestudie teilnehmen? Wenn bei Ihrem Hund eine 
Sebadenitis diagnostiziert wurde, können Sie sich mit uns direkt in Verbindung setzen,
um eine Aufnahme in die Studie zu diskutieren. Es gibt einige Bedingungen, die erfüllt
werden müssen, damit Ihr Hund an der Studie beteiligt werden kann. Dies erklären wir
Ihnen gerne in einem persönlichen Telefongespräch. Die Teilnahme an der Studie ist für
Sie kostenlos, und die notwendigen Medikamente werden Ihnen für die Studiendauer von
6 Monaten kostenlos zur Verfügung gestellt.

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